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Was macht das Büro für historische Forschung:

Meine Leidenschaft …
… ist die Geschichte unserer Region
Fromme Kirchenmänner, streitbare Ritter, tapfere Frauen, kluge Gelehrte, tüchtige Kaufleute, fleißige Handwerker – spannende Schicksale! Einsame Klöster, verfallende Burgen, pittoreske Städte, schattige Waldwege, klappernde Mühlen, romantische Flusslandschaften, gepflegte Weinberge – eine alte Kulturlandschaft. Kunstdenkmäler, Kirchen, Wegekreuze, Friedhöfe, Fachwerkhäuser, Industriedenkmäler – Zeugnisse einer faszinierenden Geschichte. Diese Denkmäler sind unser Erbe. Wir müssen sie bewahren, erforschen und immer wieder aufs Neue vermitteln.

Das Ergebnis ist …

… ein schönes Buch
Am liebsten schreibe ich Bücher selbst.
Zu Themen der regionalen Geschichte und Kunstgeschichte.
Von der Recherche in Archiven und Bibliotheken über das Verfassen und Redigieren der Texte bis hin zum Satz und Lay Out, zum Druck und zum Verkauf.
Von der Konzeption über die Finanzierung bis hin zur Pressearbeit.
Ich arbeite aber auch gerne für andere.

… eine Ausstellung oder die Einrichtung eines Museums
In Museen können mit Herzblut gesammelte und erhaltene Gegenstände die Lebens- und die Arbeitswelt vergangener Epochen verbildlichen.
Hierzu bedarf es jedoch einer intensiven Erschließung für moderne Besucher, denen die Arbeit der Bauern und Handwerker früherer Zeiten oft nicht mehr vertraut ist.
Zu der Vermittlung von Inhalten und Kontexten gehört eine zeitgemäße optische und didaktische Präsentation.

… ein Konzept
Wir können nicht nur recherchieren und dokumentieren, sondern beraten Sie auch in allen Fragen der Konzeption, der Antragstellung und der Finanzierung, aber auch der Vermittlung und Vermarktung von kulturellen Aktivitäten im weitesten Sinne.

Laufende Projekte:

Der Schrein des hl. Simon in Sayn

Um das Jahr 1200 gründeten die Grafen von Sayn in einem Seitental des Westerwaldes eine Prämonstratenserabtei, die als religiöser Mittelpunkt ihres aufstrebenden Territoriums dienen sollte. Durch einen Diebstahl gelangten sie in den Besitz einer Apostelreliquie, den Arm des hl. Simon. Bald setzte eine Wallfahrt ein. Die Chorherren ließen einen Reliquienschrein herstellen, der zu den Meisterwerken der romanischen Goldschmiedekunst zählt. In der Publikation wird zunächst die Geschichte der Grafen, des Klosters und der Wallfahrt untersucht. Hinzu kommen Recherchen zu dem armenischen Bischof, der die Reliquie auf seiner Wallfahrt zu den Heiligen Drei Königen nach Köln mitbrachte. Zudem wird der Schrein umfassend analysiert. Dabei werden sowohl die Zusammenhänge mit den Kreuzzügen wie auch mit der Heiligen- und Reliquienverehrung dieser Zeit herausgearbeitet. Weiter erfolgt eine Einordnung des Schreins in die zeitgenössische Trierer und Kölner Goldschmiedekunst.

Die umfangreiche Monographie wurde 2019 vom Förderkreis der Abtei Sayn herausgegeben.

Die Königsreihe am Aachener Karlsschrein

Nachdem im Jahr 1165 Kaiser Karl der Große heiliggesprochen worden war, gab das Aachener Marienstift um 1185 ein Reliquiar in Auftrag, das neben dem Dreikönigsschrein im Kölner Dom zu den bedeutendsten Werken mittelalterlicher Goldschmiedekunst zählt. An den Langseiten des um 1215 vollendeten Schreins sind insgesamt 16 Statuetten angebracht, die thronende römische Könige und Kaiser zeigen. Diese Galerie hat der Forschung erhebliche Probleme bereitet, weil sich weder die Reihenfolge noch die Auswahl der Herrschergestalten erklären ließ. Weder eine Interpretation als „Apotheose staufischen Kaisertums“ noch eine Deutung als Darstellung der Wohltäter des Marienstifts konnte überzeugen. Die Untersuchung geht stattdessen von der Beobachtung aus, dass solche Stifterserien um 1200 keinesfalls selten waren und versucht, ihre Funktion als Medium der Geschichtsschreibung zu erschließen. Außerdem wird der historische Kontext der Entstehungsgeschichte des Schreins, die durch den staufisch-welfischen Thronstreit nachhaltig gestört wurde, ausgeleuchtet. Ein Blick auf den von 1220 bis 1238 entstandenen Aachener Marienschrein beleuchtet das komplexe Netzwerk, welches das Marienstift mit dem Kaiserhof verband und das auch bei der Entstehung des Karlschreins eine Rolle gespielt haben dürfte.  Die Arbeit, die außerdem erstmals die Restaurierungs- und Forschungsgeschichte des Karlschreins umfassen rekonstruiert, wird im Dezember 2020 als Veröffentlichung des Geschichtsvereins für das Bistum Aachen erscheinen.

Krieg über Gräbern: Friedhofskonflikte im Kulturkampf

In den ländlichen Regionen der südlichen Rheinprovinz gab es ab 1815 eine erhebliche Zuwanderung preußischer Migranten, die nicht nur eine andere Mentalität, sondern auch eine andere Konfession in die bisher überwiegend katholisch geprägte Großregion brachten. Das Zusammenleben zwischen Alteingesessenen und Zuwanderern führte in den folgenden Jahrzehnten zu einer Vielzahl von Konflikten, die man mit dem Oberbegriff des Kulturkampfs bezeichnen kann. Es ging dabei z. B. um die Mischehen, die Krankenhäuser, Schulen und sozialen Einrichtungen, die Prozessionen und Wallfahrten, vor allem aber um die grundsätzliche Frage nach den Einflussbereichen von (katholischer) Kirche und (preußischem) Staat. Ein ständiges Konfliktthema war die Beerdigung von Protestanten auf Friedhöfen, die man als heilige Orte ansah. Nachdem das Bistum Trier seine zunächst liberale Position nach der Wallfahrt zum Heiligen Rock von 1844 aufgab, spitzten sich die Konflikte immer mehr zu und erreichten ihren Höhepunkt nach der Wallfahrt zum Heiligen Rock von 1891. Aus Gesetzestexten, Flugschriften, Zeitungsartikeln, Prozessakten und aus den Jahresberichten der evangelischen Kreissynoden Trier, Koblenz, Traben-Trabach und Simmern ließ sich ein umfangreiches Material zu diesen Konflikten zusammentragen, das an vielen Stellen beklemmende Parallelitäten zu Debatten in der Gegenwart aufweist. Die Publikation wird vom Geschichts- und Altertumsverein Mayen herausgegeben.

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